Trocknungsprozess

Das Wasser bewegt sich zuerst aus den höchsten Bereichen der Wände, in die es emporgestiegen ist, langsam nach unten.

In der ersten Phase nach dem Einsatz des Systems, in der die Feuchtigkeit in den Wänden in Bewegung gesetzt wird, kann es zu einer verstärkten Verdunstung der Feuchtigkeit im Raum kommen, und so steigt die Feuchtigkeit in die Raumatmosphäre. Diese Änderung von Indikatoren des Trockenlegungsprozesses kann, muss aber nicht am Objekt auftreten. Sollte dies jedoch auftreten, ist es erforderlich, den Raum zumindest in den ersten Wochen nach dem Einsatz des Systems gut zu lüften.

Bei der Trockenlegung trocknet zuerst die Oberfläche der Wände. Beschädigtes Material (Farbe und Verputz) zerbröckelt verstärkt und löst sich von der Wand ab. Dies ist ebenfalls eine typische Veränderung, die während der Trockenlegung von Gebäuden vorkommt.

Baustoffe ändern während des Trockenlegungsprozesses auch oft ihre Farbe (sie werden heller und glatter).

Faktoren, die den Trockenlegungsprozess beeinflussen:
– der Feuchtigkeitsanteil in den Wänden
– die Wanddicke
– Baustofftypen bzw. Porosität der Baustoffe
– architektonische Charakteristiken des Objekts
– wasserundurchlässiger Boden
– vorherige Bekämpfung von Kapillarfeuchte im Objekt (z.B. Wenn am Objekt vorher das “Sägeverfahren” oder das “Injektionsverfahren” angewendet wurde, stellen die eingebauten Baustoffe für die Bewegung des Wassers aus den Wänden in die Fundamente und in den Boden ein Hindernis dar. In diesem Fall muss die Feuchtigkeit über die Wandoberfläche aus den Wänden treten, weshalb der Trockenlegungsprozess länger dauert und anders verläuft.)

Die Reaktion nach dem Einsatz des PROsystems:

Salze und Nitrate, die sich jahrelang angesammelt haben, können an die Oberfläche treten. Falls die Porosität des Bodens nicht allzu groß ist, tritt es als eine trockene, schaumige Masse hervor. Falls auf der Oberfläche ein feuchtes, klebriges Salpeter war, kann es nach dem Einsatz des PROsystems steinhart werden.

Nach dem Einsatz des PROsystems und dem stufenweisen Verschwinden der Feuchtigkeit aus den Wänden kann das Material abbröckeln, weil die Feuchtigkeit das Material nicht mehr bindet. Die dickeren Schichten der Wandfarbe werden steif wie eine Eischale und fallen bei Berührung von den Wänden.

Falls neuer Verputz aufgetragen wird und das Problem der Kapillarfeuchte vorher nicht saniert wurde, können die aufgetragenen Materialien an den Wänden anfangen sich zu trennen und schichten, da die Kapillarfeuchte aus den Wänden nicht entfernt wurde.